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V // Vegetarisch, vegan

Vegetarische oder auch vegane Gerichte und auch Getränke leisten einen erheblichen Beitrag zur Nachhaltigkeit, und das nicht nur bei einem (Event-) Catering. Tierische Produkte sollten nicht verteufelt werden, dennoch ist die Verwendung gerade von importiertem Rindfleisch aus Übersee kritisch zu beleuchten. Von (heimischem) Käse übrigens auch.

Worum geht es bei der Erhöhung der pflanzenbasierten Ernährung hauptsächlich? Zum einen um den Ausstoß von CO2 und den Äquivalenten (CO2-Äqu.), um Regenwald vs. Ackerbau und die Umweltkosten, die wir mit unserem Konsum verursachen, aber nicht begleichen.

CO2-Äqu. – Ein klassisches Tellergericht mit einer Portionsgröße von ca. 500 g „emittiert“ bei einer Zusammenstellung 50 % Fleisch, 25 % Teigwaren und 25 % Gemüse ungefähr 1,4 kg CO2-Äqu. Werden die Komponenten derselben Portion je auf ein Drittel eingestellt, reduziert sich die Emission schon um 400 g, ließe man das Fleisch komplett weg, würde die Portion, hälftig aus Gemüse und Teigwaren oder sog. Sättigungsbeilagen bestehend, nur noch 270 g CO2-Äqu. emittieren, d.h. die Einsparung beträgt satte 80 %.

Landverbrauch – Mit unserem aktuellen Verhalten beansprucht ein jeder von uns 2.900 m2 landwirtschaftliche pro Jahr, 2.300 m2 davon werden zur Lebensmittelerzeugung beansprucht. Eine mehrheitlich vegetarische Ernährung würde diese Fläche um 23 % reduzieren, was sehr erstrebenswert ist: Das Land, was wir beanspruchen, gehört uns gar nicht, bzw. ist virtuelles Ackerland und befindet sich im Ausland. Dort schmälert „unser Landanteil“ den landwirtschaftlichen Ertrag zur Ernährung der lokalen Bevölkerung.

Nicht schlimm, weil der Export ja Geld verdient? Ja, und zwar mit Produkten, die sich die lokale Bevölkerung gar nicht leisten kann, wie eine Vielzahl von tropischen Früchten. Wesentlich eklatanter ist die Tatsache, dass Regenwälder, die Lunge der Erde, regelrecht verbraucht werden, d.h. sie werden zu Ackerland zum Anbau von hauptsächlich Sojabohnen zur Fütterung des Viehes. 76 % der Ernte wird zur Viehfütterung verwendet, nur 6 % der globalen Sojaernte dient als direktes Lebensmittel für den Menschen.

Umweltkosten – sind die Kosten, die durch die Umwelteinwirkungen der Landwirtschaft entstehen, d.h. ein Wald wird zu Acker, der Acker wird dann zur Weide und wird dann als Brachland liegengelassen. Würden die Umweltkosten fair gerechnet, muss die Regenration des Lands, hier die Aufforstung des Waldes mitgerechnet und dem Produktpreis zugeschlagen werden. Aktuell bezahlen wir lediglich bei „Fair-trade“ Produkten einen höheren Preis für Produkte, damit die lokalen Erzeuger fair entlohnt werden, der nachsorgende Umweltschutz ist aber auch hier kein wesentlicher Bestandteil der Preisbildung.

P.S.: Da war noch das mit dem Käse: Weil dieser zumeist aus Kuhmilch besteht, schlägt sich hier die Bilanz des tierischen Lebens nieder und zur Herstellung von 1 kg Käse werden, je nach Sorte, zwischen 5,5 kg und 9,0 kg CO2-Äqu. eingesetzt. 1 kg Karotten sind verantwortlich für 0,1 kg Emissionen.

Unter diesen erläuterten Aspekten sollte demnach beim Event Catering darauf geachtet werden, mehr vegane und vegetarische Gerichte einzubinden, um die CO2– Bilanz eines jeden Events so gering wie möglich zu halten.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl geeigneter Strategien für das Event Catering. Unser Partner 2bdifferent steht Ihnen für mehr Informationen und Anregungen gerne zur Verfügung: www.2bdifferent.de

Kategorie: ecoABC, Partner News

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