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R // Reduce-Reuse-Recycle

Hinter den englischen Worten steckt nichts anderes als die deutsche Variante „reduzieren, wiederverwenden, recyceln”. Dabei geht es um folgendes:

  • Reduce – Reduzieren der Menge an Dingen, die man wegwirfst
  • Reuse – Neue Wege finden, um Dinge zu verwenden, statt sie wegzuwerfen
  • Recycle – Dingen, die nicht mehr gebraucht, einen neuen Sinn geben

Die Begriffe werden grundlegend der Abfallwirtschaft zugeordnet und sind Antrieb für das Konzept der Kreislaufwirtschaft und des entsprechenden Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Zweck des Gesetzes ist es, die Kreislaufwirtschaft zur Schonung der natürlichen Ressourcen zu fördern und den Schutz von Mensch und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen sicherzustellen.

Eine Kreislaufwirtschaft (englisch circular economy) ist ein regeneratives System, in dem Ressourceneinsatz und Abfallproduktion, Emissionen und Energieverschwendung durch das Verlangsamen, Verringern und Schließen von Energie- und Materialkreisläufen minimiert werden; dies kann durch langlebige Konstruktion, Instandhaltung, Reparatur, Wiederverwendung, Remanufacturing, Refurbishing und Recycling erzielt werden. Das Recycling ist dabei zumeist das Mittel letzter Wahl.

In der Eventwirtschaft und vor allem im Messebau hat man diesen Kreislauf seit einigen Jahren weiterentwickelt und das Prinzip Cradle to Cradle für sich entdeckt. Cradle to Cradle (eigentlich „von Wiege zu Wiege“ aber sinngemäß „vom Ursprung zum Ursprung“) ist ein Ansatz für eine durchgängige und konsequente Kreislaufwirtschaft. Es werden ausschließlich Materialien verwendet die bereits im Umlauf sind, schon eine andere Verwendung hatten oder zur Entsorgung gedacht sind. So kann es sein, dass der Teppich eines Messestandes im nächsten Jahr als Couch-Bezug weiterverarbeitet wird und im darauffolgenden Jahr als räumliche Abhängung. Hier ein ansehnliches und gerne nachzuahmendes Beispiel:

Beim Upcycling („nach oben“, sinngemäß „Wiederverwertung“) werden Abfallprodukte oder (scheinbar) nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt. Es gibt mittlerweile viele Anbieter im Werbemittelbereich, die sich dieses Prinzip zu eigen gemacht haben und z.B. aus PET-Flaschen stylische Handtaschen oder andere Mode-Accessoires fertigen.

Neben Reduce-Reuse-Recycle gibt es bei manchen Konzepten noch eine vierte Ebene: „Refuse” (auf Deutsch „verzichten”). Damit ist das Verzichten auf bestimmte Produkte, Materialien oder Dinge gemeint, vor allem wenn sie negative CO2-Bialnz aufweisen. Die Suche nach Alternativen steht hier im Vordergrund.

Der Begriff „Recover“ wird auch sehr oft im Gesamtkontext verwendet und bezieht sich auf die Praxis der Verwertung von Abfallprodukten. Beispielsweise entsteht bei der Zersetzung von Müll Methangas (eines der Treibhausgase), das von einigen Deponien zurückgewonnen und für die Energieversorgung verwendet werden kann.

In der Hoch-Zeit der Messe-Veranstaltungen, also vor Corona, gab es in Deutschland eine jährliche Müllproduktion von ca. 600.000t. Durch gezielte Maßnahmen im Einklang mit dem Konzept Reduce-Reuse-Recycle kann der Verbrauch in allen Handlungsfeldern und besonders in der Müllproduktion minimiert werden und die gesamte Eventbranche kann somit zu einer Reduzierung der CO2-Emission in Deutschland beigetragen.

Für weitere Infos zum Thema können Sie sich gerne mit unserem Partner 2bdifferent in Verbindung setzen: www.2bdifferent.de

Kategorie: ecoABC, Partner News

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