Jeder Ort erzählt eine Geschichte

Redaktion

Anke Stopperich, Geschäftsführerin BESONDERE ORTE Umweltforum Berlin

     

Zu den BESONDEREN ORTEN gehören acht eindrucksvolle Veranstaltungsstätten. Nach welchen Kriterien sind die ausgewählt?

Wichtig für uns ist immer die Nachhaltigkeit. Das ist ein Roter Faden, der sich durch die Unternehmensgeschichte zieht. Unsere Locations waren oftmals lange ungenutzt, durch unsere Nutzung hauchen wir diesen BESONDEREN ORTEN wieder Leben ein und stellen gleichzeitig ihren baulichen Erhalt sicher. Zudem werden die Orte auch durch uns zu nachhaltigen Orten. Zum Beispiel stellen wir bei einem neuen Haus immer als erstes auf Ökostrom um.

Aber was alle Orte auszeichnet ist, dass jeder Ort eine Geschichte erzählt.

Genau. Und diese Geschichten finden auch immer wieder Eingang in die Veranstaltung. Zum Beispiel hier das UMWELTFORUMder Name steht für Solarstrom, ein begrüntes Dach und Bienen auf dem Dach. Darauf wird bei den vielen Veranstaltungen zum Thema Klimawandel, die gerade stattfinden, Bezug genommen. Aber jedes Haus hat eine andere Geschichte.

Welche Geschichten gibt es noch?

Zum Beispiel die NEUE MÄLZEREI nebenan: Sie gehörte zur Brauerei Böhmisches Brauhaus, dem ehemals größten Brauhaus in Berlin. Das war zu ihrer besten Zeit DIE Berliner Brauerei mit dem höchsten Output an Bier. Da fuhr das erste Bier-Auto von Daimler. Da war die erste Eismaschine von LINDE in Betrieb. Von dem riesigen Areal ist heute das Gebäude der Mälzerei übrig. Und wir sind mit unseren Veranstaltungen in den Kuppelsälen, wo früher mal das Malz getrocknet wurde.

Dann eine Geschichte zum TAGUNGSWERK – TAGUNGSWERK JERUSALEMKIRCHE:

Die Jerusalemkirche war eine der ältesten Kirchen in der Friedrichstadt. Sie hat angefangen als kleine Kapelle, gestiftet von einem Reisenden als Dank für die gute Reise nach Jerusalem. Über die Jahre wurde sie immer größer gebaut. Unter anderem haben Schinkel und Knoblauch mitgebaut. Im Krieg wurde die Kirche mit dem Berliner Zeitungsviertel stark zerstört. Dann ergab es sich nach dem Krieg, dass Axel Springer ein Auge auf das Grundstück geworfen hatte, wo die Kirchenruine stand. Die Kirche wurde also gesprengt, an der Stelle steht heute das Axel-Springer-Haus. Axel Springer wiederum hat sich finanziell am Aufbau der neuen Jerusalemkirche beteiligt, die ein paar Meter weiter gebaut wurde. Für unsere Veranstaltungen ist der funktionale 60er Jahre -Stil des Hauses ein großes Plus. So sind wir auch auf den Namen gekommen: TAGUNGSWERK.

Oder die ZWINGLIKIRCHE in der Nähe der Warschauer Straße: Die hat auch den Beinamen „Glühlampenkirche“. Es war die erste elektrifizierte Kirche um 1900 in Berlin. Den Namen verdankt sie dem Umstand, dass der Vorläufer von OSRAM der Kirche die Glühlampen gesponsert hatte. Bedingung war, dass man die Glühlampen sehen sollte. Also hat man dort Glühlampen, die keinen Lampenschirm haben.

Welche neuen Projekte sind hinzugekommen?

Vergangenes Jahr ist das BERLUXX am Gendarmenmarkt dazugekommen. Das ist ein Schmuckstückchen mit dem unterleuchteten Glasboden und den klassischen Strahlern an der Decke.

Wie ist die Nachfrage?

Vor allem für Größen von 150 bis 300 Personen ist sie sehr gut. Da haben wir mit dem Umweltforum und dem Tagungswerk viel anzubieten. In der Friedrichstadtkirche können wir Veranstaltungen bis 500 Personen umsetzen. Dann haben wir viele Nachfragen im kleineren Bereich, dem Seminarbereich. Gerade dafür bieten sich das Haus Zwingli oder die Neue Mälzerei an.

Für die Nachhaltigkeit haben die BESONDEREN ORTE ja auch schon Auszeichnungen bekommen. Welche sind da besonders wichtig?

Zum einen sind wir zertifiziert nach EMAS seit 2012. EMAS steht für European Management und Audit Systeme und ist ein tolles Mittel, Nachhaltigkeit in unserem Unternehmen in alle Bereiche zu integrieren. Unsere Bundesumweltministerin Svenja Schulz hat uns kürzlich für unser EMAS Engagement ausgezeichnet. Bei Sustainable Partner Berlin sind wir als „Leader“ in der höchsten Nachhaltigkeitskategorie eingestuft worden. Und die Berliner IHK hat uns 2019 das Siegel „Exzellenter Ausbildungsbetrieb“ verliehen.

Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit MEET GERMANY?

Das Besondere ist für mich der Netzwerkgedanke. MEET GERMANY steht auch für das Ausprobieren von verschiedenen Formaten. Und ich denke, das braucht der Markt auch. Besonders schätze ich die MEET GERMANY FOREN. In Hamburg und Frankfurt und NRW haben wir teilgenommen. Es ist ein schönes Format, wo man auf verschiedenen Ebenen miteinander ins Gespräch kommt. Ob Location-Partner oder potentieller Kunde – es ist ein angenehmes Format. Und es ist auf jeden Fall innovativ und ich bin weiterhin dabei!

Finde die Locations von BESONDERE ORTE auf unserem MARKETPLACE.

Redaktion MEET GERMANY

MEET GERMANY FAMILY